Ganze Tage am Wasser (2008)

Ganze Tage am Wasser (2008)
Ganze Tage am Wasser (2008)

GANZE TAGE AM WASSER

…verbringen, Wind, Wellen, Sommer spüren, nichts oder sehr viel denken, meditieren – all das und noch viel mehr kann man mit den sechs Skulpturen im Uferbereich des Sees, wenn man die Positionen der aufgestellten Figuren und Objekte auf sich wirken lässt und ihre vorgeschlagenen Sichtweisen und Erlebnis- perspektiven mitmacht.
Sechs renommierte Bildhauer aus ganz Süddeutschland haben das Thema Wasser auf ihre Weise in ganz unterschiedlichen Materialien interpretiert. Entlang des Uferwegs auf der „Hinteren Insel“ können nun versierte Kunstgenießer genau so auf ihre Kosten kommen wie spielerische „Laien“, die einfach Freude am ungewöhnlichen Objekt oder der besonderen Aufstellung und Darstellung haben und „GANZE TAGE AM WASSER“ geniessen wollen.

 

Bildschirmfoto 2016-02-24 um 16.55.54

1 „GESTRANDET“ ALEXANDER WEINMANN

Die Installation aus 22 Fassdauben weckt Erinnerungen an Schiffsplanken, Reste eines gestrandeten Bootes, Spuren aus einer anderen Welt.
Die Sonne, die in Ufernähe im Wasser steht, wurde aus dem Deckel des Fasses gefertigt und soll ständige Erneuerung und Wiederkehr symbolisieren.

2 „NEPTUN“ STEFAN KEMPF

Neptun, der griechische Gott des Meeres, liegt erschöpft an der Wasserlinie der Hinteren Insel. Warum ist er gestrandet? Warum liegt er gerade hier? Dies muss der einfühlsame Betrachter, der nur noch drei Fragmente aus Jurakalkstein sieht, selbst für sich erklären.

3 „WASSERTRÄGERIN“ UBBO ENNINGA

Die über 4m hohe Aluminium-Stele ist ein Symbol für das ewig Weibliche, Aufnehmende, Bewahrende und Vermittelnde, wie es sich auch im Wasserelement zeigt.

4 „SCHWIMMER“ RICCARDO ITTA

Diese ungefähr 1 Tonne schwere Skulptur aus Troja-Marmor stellt die fliegende Leichtigkeit und schnelle Abfolge einer Schwimmbewegung dar. In der zeitlich verschobenen Wiederholung vollführt der Athlet die Bewegungen des Delphin-Schwimmens. Das Gestaltungselement der klassischen Darstellung als Torso vermag, wie in antiken griechischen Skulpturen, die Bewegung noch dynamischer und eindrucksvoller zu zeigen.

5 „OHNE TITEL“ ULRICH ZANDONA

Am Wegrand stehen drei blaue Gestelle. Erst auf den zweiten Blick erkennt man die Materialkombination: Stahl und Lkw-Planen. Aus zunächst scheinbar naturfremden, industriell gefertigten Materialien entstehen Plastiken, die sich dem natürlichen Vergänglichkeits-Prozess durch Witterungs- und Umwelteinflüsse aussetzen. Die blaue Farbe, die Stahlrohre und Bänder zu einem einheitlichen Gefüge verschmelzen lässt, ist eine Reminiszenz an das Element
Wasser.

6 „WUNSCHRAUM“ WOLFRAM VON STENGEL

Eine blaue Tür steht in der Weite des Bodensees. Der fragile Rahmen aus blauem Geäst gibt durch Türklinke und Schlüssel den Weg frei und steht offen für Gedanken, Träume und Sehnsüchte hinaus in die Tiefe und Mystik des Sees.

STADTMUSEUM LINDAU

In der Remise im Innenhof gibt es nähere Informationen zu den ausstellenden Künstlern und den Objekten.